Hintergrund und Konzept

abhyasa-vairaghabhyam tan-nirodhah (durch ständiges Üben und Loslassen kommen die Bewegungen des Bewusstseins zur Ruhe)

Die unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen, unser Alltag und die aktuelle Lebensphase sollten auch im Yoga beachtet werden. Deshalb folge ich keiner starren Yogatradition, sondern passe meine alltägliche Praxis immer wieder den Anforderungen an und möchte auch meinen Klienten helfen, ihre eigene Yogapraxis zu finden, die ihnen und ihren Wünschen und Anforderungen entspricht.

Yoga eignet sich sowohl zur Prävention als auch zur Linderung von körperlichen Beschwerden. Verspannungen, Nackenschmerzen, Skoliose, Gelenkbeschwerden, Erschöpfung und Stress können mit den passenden Übungen deutlich gelindert werden. Yoga verbessert insgesamt die Beweglichkeit, indem verkürzte Muskeln und Faszien gedehnt und versteifte Gelenke mobilisiert werden.

Asana und Vinyasa Krama im Yoga

Der Yoga kennt unzählige Asanas (Körperstellungen) und deren Variationen. Noch mehr Positionen und Bewegungen kennt der Körper selbst – nur sind sie verschüttet worden durch alltägliche Einschränkungen und Konditionierungen. Ich sehe meine Arbeit als einen Weg, den Menschen den Reichtum ihres Körpers wiederentdecken zu helfen und festgefahrene Muster aufzulösen. Dabei benutze ich sowohl klassische lineare Asanas als auch komplexe organische, wie auch manchmal chaotisch freisetzende Bewegungen.
Viel mehr noch als das, was wir im Yoga machen, ist entscheidend, wie wir es machen. Es ist deshalb bedeutsam, sowohl den Hinweisen des Lehrenden genau zu folgen als auch aufmerksam die vielschichtigen grobstofflichen und subtilen Veränderungen im eigenen Körper wahrzunehmen.
Die Asanas sollten leicht und stabil sein, deshalb achte ich auf exakte Ausrichtung, genaue Ausführung und aufmerksame Wahrnehmung.
Nicht nur, wie wir uns in einer Position befinden, sondern auch, wie wir in sie hinein- und aus ihr herausgehen, ist von großer Wichtigkeit. Dies und die sinnvolle Zusammenstellung der Asanas verbunden mit der passenden tiefen und gleichmäßigen Atmung ist Vinyasa Krama.
Meine Arbeit ist also einerseits von der präzisen Arbeit in einzelnen Asanas mit Alignment und Adjustment geprägt, andererseits auch von fließenden Sequenzen, in denen die Übenden eine kontinuierliche Erfahrung der Veränderung machen können.

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Pranayama

Keine gute Yogapraxis ohne Pranayama. Der Atem ist die wirksamste Brücke Zwischen Physis und Psyche. Der tiefe, gleichmäßig fließende Atem ist, besonders im Vinyasa Yoga, der Schlüssel zur wirkungsvollen Yogapraxis. Ergänzende Pranayama-Übungen sind unersetzlich, steigern die Energie, machen gelassen, lassen Schmerz ertragen und bereiten auf die Meditationspraxis vor. Kontrolle der subtilen und emotionalen Kräfte lassen sich mit Asanas allein nicht erreichen. Hier ist die Arbeit mit Pranayama und Bandhas (Körperschleusen) unersetzlich.
Ich orientiere mich grundsätzlich an der Lehre von T. Krishnamacharya, dabei folge ich allen Phasen seiner Lehre, besonders aber dem Yoga, wie es von seinem Schüler B. K. S. Iyengar weitergegeben wird. Der therapeutische Ansatz von T. K. V. Desikachar und A. G. Mohan hilft mir, sanfte individualisierte Vinyasa Kramas zu finden. Das Ashtanga Vinyasa von K. Pattabhi Jois ist die Grundlage aller großen fortgeschrittenen Vinyasa-Sequenzen für gesunde Menschen.
Ich bin aber auch offen gegenüber Einflüssen aus anderen Hatha-Yoga-Schulen, darüber hinaus auch gegenüber Spiraldynamik®, Pilates, Gyrokinesis®, Kampfkünsten und zeitgenössischem Tanz.

Stationen meiner Yogaausbildung:

2006–2008 Yogalehrer Advanced (BYY) 500 Stunden Ausbildung und Zertifizierung
2007 Surya Namaskar Instructor (BYV)
2007–2009 Ashtanga Vinyasa Yoga bei Timo Wahl, Dr. Ron Steiner, Matthew Sweeney, Tomás Zorzo, Rolf Naujokat und Ursula Cox
2009–2011 Acroyoga bei Jason Nemer und Jenny Sauer-Klein sowie Tobias Frank, Lucie Beyer und Julia Müller
2009–2011 Shadow Yoga bei Emma Balnaves, Harald Goldman und Wolfgang Becker
seit 2009 Alignment-orientiertes und therapeutisches Yoga bei Pankaj Sharma
2010 Therapeutisches Yoga bei Ganesh Mohan
2011 und 2014 Kundalini Yoga bei Reinhard Gammenthaler
2012 50 Stunden Soboco Yoga Immersion
2013 Certified Budokon®Yoga Teacher
2014 American Yoga Alliance Experienced Yoga Teacher E-RYT 200®
2015 DTB Fortbildung Yoga und Faszien
2015 American Yoga Alliance Registered Yoga School RYS 200®
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Unterrichtsstile

Kraftvoll und dynamisch: Vinyasa Yoga
(Vinyasa COM, Budokon®Yoga, Power Yoga)

Ich kombiniere in meinen Power Yoga- und Vinyasa Yoga-Stunden Elemente frei aus dem und anderen Vinyasa-Schulen mit Koordinations- und Kraftübungen aus dem Pilates, der Kampfkunst und dem Body-Weight-Training. Der Schwerpunkt liegt auf korrekter Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraftausdauer.
Daraus ergibt sich auch ein gesundes und vielseitiges Fitnesstraining, das nur mit dem eigenen Körper arbeitet.

Budokon®Yoga, entwickelt von Kancho Cameron Shayne, ist eine von den Kampfkünsten inspirierte Form des Hatha Yoga. Die Bewegungen sind organisch, kraftvoll, kreisend und kontinuierlich fließend. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der vollen Bewegungsachtsamkeit in jedem Moment.
Budokon®Yoga ist ein sehr körperbetonter und athletischer Yogastil und dadurch ein effektives Training von Beweglichkeit, Kraft und Koordination – es gibt viele Elemente, die u.a. die Wirbelsäule kräftigen und tiefe Muskeln ansprechen, die man ansonsten nur schwer erreichen kann.

Durch den kontinuierlichen Flow werden Stärke, Beweglichkeit und Achtsamkeit trainiert. Und das in einer ausgewogenen Serie, die weniger als eine Stunde Zeit beansprucht.

Vinyasa COM (Continuous Organic Moves) ist die Essenz der unterschiedlichen Vinyasa-Yoga-Stile, die ich gelernt habe. Es ist von Shadow Yoga, Soboco Yoga, Budokon®Yoga, Kalarippayat und Capoeira beeinflusst. Das Besondere sind die kraftvollen, bedächtigen, langsamen und fließenden Bewegungen, die einen Großteil der Stunden ausmachen. Übergänge und Asanas selbst werden gleichwertig behandelt. Starke, stabile Haltepositionen wechseln sich mit runden, wellenförmigen oder spiralförmigen organischen Bewegungen fließend ab. Ziel ist volle Körperkontrolle, Koordination und die Entwicklung von Kraft sowohl in den oberflächlichen als auch in den tiefen Muskeln. Die Stunde fordert viel Selbstwahrnehmung und Aufmerksamkeit.

Präzise und orthopädisch: Hatha Yoga Exakt
(ausrichtungsorientiertes Yoga mit Hilfsmitteln)

Hatha Yoga Exakt orientiert sich an der Lehre von B. K. S. Iyengar, und ich gebe es so weiter, wie ich es von meinen Lehrern, insbesondere von Pankaj Sharma, gelernt habe. Es widmet sich ganz der korrekten anatomischen Ausrichtung in den Asanas und schult die Körperwahrnehmung. Dabei werden auch Hilfsmittel wie Klötze, Gurte, Decken, Polster, die Wand und manchmal auch Stühle eingesetzt, um den Körper zu unterstützen und ihm in die optimale Position zu helfen. Grobstoffliche Ebenen (wie Knochen und Muskeln) genauso wie feinstoffliche Ebenen (wie das Nervensystem, die Atmung und der Energiefluss) werden in die Arbeit mit einbezogen.
Sinnvolle Zusammenstellungen von Asanas bilden Sequenzen, die entweder ein bestimmtes Thema hervorheben (z.B. Rückbeugen oder Drehungen) oder alle wichtigen Bewegungsrichtungen abbildenden.
Begleitet von Atemübungen, wird der Körper beweglich gemacht, kann sich entspannen und wird darin geschult, sich auch in ungewöhnlichen, fordernden Situationen auf sich zu verlassen. Hatha Yoga Exakt eignet sich besonders für das Yoga-Personal Training, da individuelle Anpassungen hier besonders effektiv umsetzbar sind.

Therapeutisches Yoga
(sanft, heilend, spannungsreduzierend)

Der therapeutische Ansatz von T. K. V. Desikachar und A. G. Mohan gibt sanfte individualisierte Übungen an die Hand, mit denen auch Menschen Yoga praktizieren können, die einen Einstieg finden wollen, lange verletzt waren oder ein chronisches Leiden haben und für die eine andere Yogaform zu anstrengend wäre und kontraproduktive Überbeanspruchungsfolgen hätte.
In der therapeutischen Hatha-Yoga-Stunde werden vor allem den Rücken schonende einfache Bewegungen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt auf Sequenzen (Vinyasa Kramas) und Mobilisierungsgsübungen der Gelenke, denen dann auch einzelne Kraftübungen folgen können.

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Tiefenentspannung (Yoga Nidra)

In dreißig Minuten besser erholt sein als durch einige Stunden Schlaf – das geht: Yoga Nidra („der Schlaf der Yogis“) ist eine gezielte Tiefenentspannungstechnik, in der ein entspannter Wachzustand kurz vor dem Einschlafen genutzt wird, um über verbale Anleitung das Körperbewusstsein zu verbessern und Konditionierungen aufzulösen. Dieser Zustand wird auch „hypnagogische Grenzlinie zwischen Schlafen und Wachen“ oder Alphazustand genannt, da das Gehirn vorwiegend Hirnwellen in einer Frequenz von 8–13 Hz produziert, die sogenannten Alphawellen.

Das bringt dem Körper Frische und dem Gehirn eine bewusste Ruhe. Positive Gedanken, Visualisierungen und Wahrnehmungen werden in das Langzeitgedächtnis integriert und ersetzen dort alte, problembehaftete Gedankenmuster.

Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht und wie tief man in die Bewusstheit gehen möchte, dauert eine einfache Tiefenentspannung etwa 20 Minuten, kann aber auch bis zu einer Stunde in einer intensiven Yoga-Nidra-Einheit ausgeweitet werden.
Die Praxis von Tiefenentspannung und Yoga Nidra hilft bei Stress, chronischen diffusen Körperschmerzen, hohem Blutdruck, Schlafstörungen und einigen Arten von seelischen Belastungen.
Die tiefe Entspannung ist aber vor allem angenehm und wird von fast allen, die damit in Berührung gekommen sind, geschätzt und vor allem: genossen.

Pranayama (Atemübungen)

Prana ist die Ursache aller Bewegung, der „Atem Gottes“, und wird auch als feinstoffliche Lebensenergie bezeichnet.

Viele Menschen atmen unbewusst falsch, d.h. zu flach und unter dysfunktionalem Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. Die Folgen sind u.a. zu geringe Sauerstoffaufnahme, Verspannungen im Bauch- und Brustraum sowie in Schultern und Nacken. Häufige Folgen sind auch eine schlechte Verdauung, Herzbeschwerden oder Beklemmungsgefühle.
Die erste Übung ist deshalb das Erlernen einer tiefen, anatomisch und physiologisch korrekten Atmung. Darauf aufbauend gibt es diverse Atemtechniken aus dem Yoga, die mit dem Atmen durch ein oder beide Nasenlöcher oder dem Mund, der Länge oder Tiefe von Ein- und Ausatemphase und den Haltephasen variiert. Diese Übungen heißen beispielsweise Kapalabhati („scheinender Schädel“), Ujjayi („Ozean- oder herrschaftliche Atmung“), Anuloma-Viloma („Wechselatmung“) oder Bhastrika („Blasebalg“).
Pranayamaübungen steigern die Energie, machen gelassen, lassen Schmerz ertragen und bereiten auf die Meditationspraxis vor.

Pranayama

Pranayama ist nach der Asana-Praxis im Hatha Yoga die zweite wichtige Körperpraxis, die regelmäßig ausgeübt werden sollte. Dabei versteht man im Yoga unter Pranayama sowohl die offensichtliche Arbeit mit dem Atem unter Einbeziehung der tiefen Muskulatur und der Atemhilfsmuskulatur als auch energetische Aspekte der Bandhas, Vayus und Nadis, über die Energie aufgebaut, gehalten und verteilt wird. Pranayama ist also ein System ausgewählter Atemtechniken, um den Energiefluss zu beeinflussen.


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Kurse

Gruppenkurse (inkl. Stundenplan und Orte)

Gruppenkurse halte ich in Yogastudios, Unternehmen, Sportvereinen und eigenen Räumen. Eine Übersicht über die aktuellen offenen Kursangebote finden Sie hier

Themenbezogene Workshops

Themenbezogene Workshops finden in eigenen Trainingsräumen, bei Kooperationspartnern in deren Studios oder auch in Unternehmen statt. Hier widme ich mich mit den Teilnehmern in 2–3-Stunden-Einheiten speziellen Themen aus dem Bereich Yoga-Asanas, Anatomie, häufige körperliche Beschwerden, Yoga und Sport, Pranayama, Meditation oder Tiefenentspannung. Aktuelle Workshoptermine finden Sie auf der Startseite.
Sie können bei Interesse auch gerne Themen mit mir zusammen entwickeln und individuell abgestimmte Workshops bei Ihnen im Unternehmen oder Studio stattfinden lassen.

Einzelbetreuung

Yoga als Personal Training ist die ursprüngliche Form, das Wissen über Yoga zu teilen. Denn in Indien wird Yoga vorwiegend in persönlichen Einzelstunden direkt vom Lehrer an seinen Schüler weitergegeben. Die volle Aufmerksamkeit bleibt beim Klienten, und es wird ganz gezielt auf dessen Wünsche und Bedürfnisse eingegangen.
Die intensive Einzelbetreuung ermöglicht eine präzise, gesundheitsfördernde und körpergerechte Ausrichtung in den einzelnen Posen und passende Hilfestellungen oder Vertiefungen. So lernt der Teilnehmer die Positionen in einer für seinen eigenen Körper angemessenen Form auszuführen. Yoga in Einzelbetreuung ist Teil des ganzheitlichen Personal Trainings.

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